Chemische Flüssigkeit in Heizungsraum von Wohnhochhaus verschüttet

31.01.2018
Um 19.27 Uhr wurde die FFNI in den Keller eines Wohnhochhauses in der Richard-Wagner-Straße gerufen. Anwohner hatten dort im Heizungsraum Brandgeruch gemeldet.

Die ersten Einsatzkräfte waren nach wenigen Minuten vor Ort. Wie sich herausstellte brannte es in dem betroffenen Vorraum zur Heizung (wo der Gashaupthahn gelegen ist) nicht. Allerdings wurde eine verschüttete Flüssigkeit festgestellt, die für den unangenehmen Geruch gesorgt hatte. Zunächst war unklar um welche Flüssigkeit es sich genau handelt. Die Einsatzkräfte gingen daher mit spezieller Schutzkleidung in den etwa 8qm² großen Kellerraum vor. Im weiteren Verlauf wurde die Flüssigkeit auch noch in zwei weiteren benachbarten Kellerräumen, insgesamt auf einer Fläche von rund 18qm², festgestellt.

Wie sich im Verlauf herausstelle, handelte es sich bei der Flüssigkeit höchstwahrscheinlich um ein stark konzentriertes Reinigungsmittel. Schließlich wurde ein so genannter „Fachberater Chemie“ hinzugezogen, da es mit dem üblichen Bindemittel der Feuerwehr nicht möglich war, die Flüssigkeit zu sichern und für den Abtransport vorzubereiten. Auch deshalb nicht, weil die Flüssigkeit leicht „ätzend“ mit Metall reagierte. 

Die wenigen Liter Reinigungsmittel, die vermutlich aus einem geplatzten Behälter ausgelaufen waren, konnten schließlich mit einem schwimmfähigen Ölbindemittel aufgenommen werden. Das Endprodukt wurde von Feuerwehrleuten in Fässer verladen und aus dem Keller gebracht. Parallel wurden die betroffenen Räume belüftet. Mit dem Abtransport und der Entsorgung des gebundenen Mittels wurde eine Fachfirma beauftragt.

Menschen wurden nicht verletzt, auch für die Anwohner bestand keine Gefahr, da die Ausbreitung der Flüssigkeit auf die wenigen Räume im Keller begrenzt werden konnte. Die FFNI, die Stadtteilfeuerwehr aus Zeppelinheim und Kollegen aus Rödermark waren mit insgesamt zehn Fahrzeugen und rund 60 Einsatzkräften im Einsatz. Wem der Behälter gehörte und warum er geplatzt ist, ist momentan unklar. Die Polizei hat Ermittlungen dazu aufgenommen. Der Einsatz war nach rund sechs Stunden beendet.

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