697 Einsätze im Jahr 2019 - sechs Einsätze in der Neujahrsnacht

01.01.2020
Im Jahr 2019 mussten die Feuerwehren der Stadt Neu-Isenburg zu insgesamt 697 Einsätzen ausrücken. Auch in der Nacht von Silvester zu Neujahr mussten die ehrenamtlichen Helfer ran: Sechs Einsätze für die FFNI. Das Jahr 2019 brachte eine etwas höhere Zahl an Einsätzen wie das Vorjahr (2018: 628). Der Abstand zwischen den Einsatzarten „Feuermeldung“ vs. „technische Hilfeleistung“ fiel im abgelaufenen Jahr ähnlich deutlich aus, wie im Vorjahr. 2019 standen insgesamt 425 Hilfeleistungseinsätze 272 Feuermeldungen gegenüber.

Einige Einsatzkräfte hatten sich Silvester im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu einer Bereitschaft im Feuerwehrhaus eingefunden. Den letzten Einsatz im Jahr 2019 gab es allerdings schon am Nachmittag. Die Polizei bat um 15.52 Uhr bei einer Türöffnung im Schönbornring in Gravenbruch und Amtshilfe, da eine hilflose Frau in einer Wohnung vermutet wurde. Die Bewohnerin konnte die Türe allerdings selbst öffnen, der Einsatz war um 16.16 Uhr beendet.

Der erste Einsatz im Jahr 2020 führte die Feuerwehr um 0.06 Uhr in die Bahnhofstraße. Auf einem Balkon hatte sich, möglicherweise durch einen Feuerwerkskörper, der Inhalt eines Blumenkübels entzündet. Da der Bewohner nicht zu Hause war, wurde der Kübel aus einer Drehleiter heraus mit kleinem Löschgerät nachgelöscht. Der Einsatz der 14 Helfer, die mit zwei Fahrzeugen angerückt waren, war um 0.35 Uhr beendet.

In den darauffolgenden Stunden galt es noch in der Stieglitzstraße im Stadtteil Gravenbruch und in der Hugenottenallee jeweils einen Müllbehälter zu löschen. Eine „Brandnachschau“ im Bereich Anny-Schlemm-Straße verlief dagegen ergebnislos.

Zwischenzeitlich hatte die Brandmeldeanlage in der Küche des „Güterbahnhofs“ in der Carl-Ulrich-Straße aus unklarer Ursache Alarm geschlagen. Kurzzeitig wurden erhöhte CO-Werte festgestellt, weshalb der Versammlungsraum geräumt wurde. Die Werte sanken allerdings innerhalb kurzer Zeit wieder ab.

Abschließend wurden die Helfer um 3.11 Uhr noch zu einem vermeintlichen Verkehrsunfall auf der BAB 661 Richtung Langen gerufen. Die Unfallstelle befand sich jedoch auf der B 486, weshalb die Langener Kollegen übernahmen und die Einsatzkräfte aus Neu-Isenburg ihren Einsatz abbrechen konnten.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung besonderer Ereignisse bei der FFNI im Jahr 2019. Einen ausführlichen Rückblick gibt es wie gewohnt während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der FFNI mit den Kollegen der Stadtteilfeuerwehr Zeppelinheim. Hinter den Links unter den unterstrichenen Sätzen finden sich jeweils weiterführende Informationen.

Am 1. Februar beispielsweise, wurde die Feuerwehr in den Bansapark gerufen. Eine Bulldogge war dort nach Mitteilung der Zeugen vor Ort einem Kleintier hinterhergelaufen und dabei auf den leicht zugefrorenen Weiher geraten. Die Eisschicht hielt dem Hund nicht stand und er ging unter. Die Besitzerin hatte noch versucht das Tier zu erreichen, musste ihren Versuch aber erfolglos abbrechen. Sie wurde anschließend vom Rettungsdienst betreut, blieb aber unverletzt. Die freiwilligen Feuerwehrleute suchten den Weiher in der Folge in so genannten Wathosen ab, konnten das vermisste Tier aber ebenfalls nicht finden. An den tieferen Stellen kam auch ein Boot kam zum Einsatz. Nachdem der gesamte Teich abgesucht war, wurde die Aktion um kurz vor 18 Uhr dann erfolglos abgebrochen.

Gut einen Monat später, am 4. März, war es dann ein klassischer Brandeinsatz, zu dem die Brandschützer ganz in die Nähe, in die Bansastraße, gerufen wurden. In einem Mehrfamilienhaus war es zu einem Zimmerbrand gekommen. Verletzt wurde niemand. Der Brand hatte sich im Bereich eines Wäschetrockners entwickelt. Die Flammen breiteten sich in den Nachbarraum aus, weshalb Wand und Decke geöffnet wurden, um die Ausbreitung zu stoppen.

Während die Neu-Isenburger von dem in der Region wohl heftigsten Unwetter des Jahres Ende August verschont blieben (die Ehrenamtler der Feuerwehr waren dennoch in den Nachbarkommunen im Einsatz), musste am 10. März zu insgesamt 26 Einsätzen im Zusammenhang mit Sturm „Eberhard“ ausgerückt werden. In der Mehrzahl wurden die Einsätze durch umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste ausgelöst, in einzelnen Fällen hatten sich Dachziegel bzw. andere Dach- oder Fassadenteile an Gebäuden gelöst.

Am 2. April wurde die FFNI zu einem Wohnhaus in die Schillerstraße gerufen. Eine Gänsefamilie, bestehend aus den Eltern und zwei Küken, hatte sich dort orientierungslos verlaufen. Vor Ort gelang es zwei Feuerwehrkollegen die beiden Gänseküken in einem Hof einzufangen. Die Eltern zeigten sich nicht so kooperativ, folgten dann aber vermutlich aus Sorge um die beiden Kinder dem Feuerwehrmann mit dem Käfig zu Fuß. Auch als der Käfig im Wald später auf die Laderampe eines Feuerwehrautos geladen wurde, folgten die erwachsenen Tiere weiter. Als die beiden Küken in der Nähe eines Tümpels ausgesetzt wurden entfernte sich die Familie kurz darauf glücklich vereint.

Stromunfall, Kellerbrand, Menschenrettung vom Dach, Verkehrsunfall– am 18. Juni übten rund 65 Feuerwehrleute ein letztes Mal vor der Sommerpause in besonders realistischen Szenarien auf dem Gelände des ehemaligen Druck- und Verlagshauses in der Rathenaustraße den Ernstfall. Anders als in den Vorjahren gab es dieses Mal nicht ein gemeinsames Einsatz-Szenario, sondern mehrere Szenarien, die von kleineren Gruppen parallel beackert wurden.

Genau auf diesem Übungsgelände kam es dann am 21. September zu einem realen Einsatz: Ausgelöst durch einen Brand in einem Elektroverteiler kam es im Gewerbegebiet Süd und im Stadtteil Zeppelinheim zu einem Stromausfall. Gemeinsam mit den Feuerwehrkollegen aus Langen war der Brand schnell gelöscht.

Der wohl ungewöhnlichste Brandeinsatz musste am 26. August abgewickelt werden – sozusagen im „Home-Office“. Der Fahrer eines Müllwagens kam mit seinem qualmenden LKW direkt zu Feuerwache. Aus ungeklärter Ursache hatte sich im Müllraum des Fahrzeugs ein Brand entwickelt, der sich allerdings offenbar nicht sehr schnell ausbreitete. So blieb noch genug Zeit in die Sankt-Florian-Straße zu fahren. Hier kümmerten sich nach Öffnung der Müllklappe zwei Feuerwehrleute unter „Atemschutz“ um die Brandbekämpfung.

Umfassend und regelmäßig können Sie sich gerne im Internet unter www.ffni.org über aktuelle Ereignisse bei der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg informieren - oder Sie besuchen uns bei Facebook: www.facebook.com/Feuerwehr.NeuIsenburg/

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