"Umwelteinsatz" in Neu-Isenburg / zunächst unbekannte Flüssigkeit in Bach entdeckt

15.03.2017
Zu einem recht zeitaufwändigen Einsatz wurden Feuerwehrleute aus Neu-Isenburg und Frankfurt am Dienstagabend gerufen. Passanten hatten in einem Bachlauf nördlich der Bansastraße eine weiße, milchige Verunreinigung bemerkt. Wie sich im Verlauf herausstellte, handelte es sich glücklicherweise nicht um Gefahrgut oder Ähnliches. Allerdings gilt die so genannte „Anmachflüssigkeit“ als schwach wassergefährdend, weshalb versucht wurde eine weitere Ausbreitung der Substanz bestmöglich zu verhindern.

Als die ersten Helfer um kurz vor 18 Uhr vor Ort eintrafen, wurde direkt damit begonnen nach der Herkunft der Verschmutzung zu suchen. Parallel wurden die Kollegen der Berufsfeuerwehr Frankfurt mit einem „Umweltfahrzeug“ gerufen, da sich der Bachlauf auf der Gemarkung der Stadt Frankfurt befindet. Im Bereich der Straßenbahn-Endhaltestelle (soweit hatte sich die milchige Substanz bereits ausgebreitet) wurde der Bach mit Sandsäcken aufgestaut. Hierdurch sollte verhindert werden, dass der „Jacobiweiher“ im Frankfurter Stadtwald kontaminiert wird.

Zwischenzeitliche Messungen und Erkundungen ergaben, dass der pH-neutrale Stoff offenbar über eine Hebeanlage in einer Tiefgarage im Gewerbegebiet Ost in die Kanalisation gelaufen ist. Es handelte sich demnach um eine Art Mörtel- / Betondispersion. Die Hebeanlage wurde daraufhin außer Betrieb genommen. Der Kanal wurde daraufhin vom Dienstleistungsbetrieb abgedichtet. Durch Kanalspülungen und dem Einsatz von „Saugwagen“ sollten die Reste der Substanz abgesaugt werden. Für die Feuerwehr Neu-Isenburg war der Einsatz dann zunächst gegen Mitternacht beendet. Von der FFNI waren bis dahin acht Fahrzeuge und rund 30 Feuerwehrleute im Einsatz.

Heute Vormittag wurde die Feuerwehr dann erneut in den Neu-Isenburger Norden gerufen. Es wurden weitere Sandsack-Barrieren in den Bachlauf eingebracht. Im Bereich des Zuflusses zum Jakobi-Weiher wurde zudem mit Unterstützung des THW durchgesickertes Bachwasser abgepumpt. Alle Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit den Umweltbehörden.

Es wurden abschließend weitere Barrieren in den Bachlauf eingebracht. Im Bereich des Einlaufs zum "Jakobiweiher" wurde durchgesickertes Wasser mit Unterstützung des THW Neu-Isenburg abgepumpt und anschließend ordnungsgemäß entsorgt. Der Einsatz der Feuerwehr ist jetzt beendet. 

Die Polizei bittet unter der Rufnummer (06102) 29020 um Hinweise auf den Urheber der Verschmutzung - die wie erwähnt nach allen Erkenntnissen aus dem Bereich einer Tiefgarage im Gewerbegebiet Ost (Martin-Beheim-Straße) stammen dürfte.

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