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Feuerwehr übt Ernstfall in Flüchtlingsunterkunft

23.05.2024

Im Keller der Flüchtlingsunterkunft in der Dornhofstraße brennt es, mehrere Personen werden vermisst. Zusammen mit dem Landkreis Offenbach und dem Deutschen Roten Kreuz aus Neu-Isenburg versuchen Feuerwehrleute die Personen zu finden und die Flammen zu bekämpfen.

Schon bei Eintreffen des ersten Fahrzeugs wird die Dramatik der Lage klar: In verschiedenen Stockwerken des mehrgeschossigen Gebäudes machen sich mehrere Menschen an Fenstern bemerkbar. Sie können sich nicht mehr selbst in Sicherheit bringen, der Rauch versperrt ihnen den Fluchtweg. Die Helfer vor Ort erfahren außerdem: Auch im Keller sollen sich noch Personen aufhalten, auch dort soll es auch brennen.

Ab jetzt läuft alles schnell, eingespielt und reibungslos: Über eine Drehleiter werden die Menschen an den Fenstern abgeholt und auf sicherem Boden abgesetzt, während gleichzeitig Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Keller eilen. Helfer vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes sind ebenfalls mit zwei Fahrzeugen angerückt, um die Erstversorgung der Patienten zu übernehmen.

Plötzlich kommt doch Hektik auf, aus den Funkgeräten schallt es plötzlich "Mayday Mayday Mayday"! Einer der eingesetzten Atemschutzgeräteträger ist während seinem Einsatz verunglückt, kann den Keller ohne fremde Hilfe nicht mehr verlassen. Zwei Feuerwehrkollegen, der so genannte "Sicherheitstrupp" eilen zu Hilfe und bringt den verunfallten Kollegen sicher ins Freie.

Auch diese Situation war selbstverständlich vorab geplant geplant worden, auch die Gefährlichkeit der Einsätze unter Atemschutz sollte so verdeutlicht und der Umgang damit geübt werden. Die Handgriffe, die in einem solchen Fall nötig sind, üben unsere Atemschutzgeräteträger jedes Jahr während einem Atemschutznotfalltraining.

Als alle Personen gerettet sind und auch das Feuer gelöscht ist, gibt es neben einer Führung durch die Unterkunft und einer Nachbesprechung auch noch einen Imbiss für alle eingesetzten Kräfte.

Wir danken den Betreibern für die gute Zusammenarbeit, der Jugendfeuerwehr für die realitätsnahe Darstellung der Opfer und den Bewohnern für die Geduld und das Interesse an unserer Arbeit.