Besuch aus Frankreich

Über Pfingsten 2009 durfte die Feuerwehr Neu-Isenburg nach über einjähriger Vorbereitungsphase erstmals Feuerwehrangehörige aus der französischen Partnerstadt Andrézieux begrüßen.

Am Freitagnachmittag kamen unsere Gäste in Neu-Isenburg an. Schon bei der Begrüßung mit Kaffee und Kuchen konnte man erkennen, dass die Vorfreude bei allen groß gewesen war.
Abends wurden unsere Gäste im Rathaus durch die Vertreter der Stadt offiziell begrüßt und zu einem kleinen Buffet eingeladen. Sehr bemerkenswert war dabei die Übergabe der Gastgeschenke aus Andrézieux. Es handelte sich um zwei handbemalte französische Feuerwehrhelme, die die Verbundenheit zwischen Deutschland und Frankreich symbolisieren. Von diesen Unikaten waren wir alle sehr beindruckt. Für Interessierte sind diese Helme in der Vitrine der Feuerwache zu bestaunen. Danach entschloss man sich, den anstrengenden Tag auf der Haaner Kerb ausklingen zu lassen.

Der nächste Tag begann mit einem Frühstück in den Gastfamilien. Um sich dort besser kennen lernen zu können, wurde hierfür der Vormittag zur freien Verfügung gestellt.
Parallel fand in Frankfurt das Deutsche Turnfest statt. Daher wurde für den Nachmittag ein Ausflug in die Innenstadt von Frankfurt organisiert. So konnten sich unsere Gäste auch einen Eindruck von der nahen Mainmetropole verschaffen.

Für den Abend wurde zum Grillen eingeladen. Es kam zum recht interessanten Kulturaustausch, so dass jedes Land seine Gepflogenheiten einbrachte, was für alle Beteiligten sehr amüsant und lehrreich war. 

Am Sonntag besuchten wir die Feuerwache 1 der Berufsfeuerwehr Frankfurt. Auch im Feuerwehrwesen wird die zunehmende europäische Zusammenführung sichtbar. Bedingt durch europaweite Normen gleichen sich die Ausrüstungsgegenstände im Feuerwehrwesen der einzelnen Länder immer mehr an. Daher steigerten neben den zu bestaunenden Fahrzeugen eher unscheinbare Dinge die Laune unserer Gäste. Nicht die Großfahrzeuge sondern eher ein Motorrad oder eine „Schuhputzmaschine“, die man offenbar in Frankreich nicht kennt, konnte man zur Freude unserer Gäste besichtigen.

Zurück in der Feuerwache Neu-Isenburg ging es dann zum Mittagessen. Dankenswerterweise hatte sich die dort dienstversehende Abteilung um alles gekümmert. So konnte man gleich mit dem Essen beginnen.

Nach dem Essen stand der Austausch über die Feuerwehrsysteme beider Länder auf dem Programm. Man unterhielt sich zuerst über die Ausbildung und Dienstgrade. Auch hier waren deutliche Parallelen zu erkennen.
Im anschließenden Praxisteil konnten unsere Gäste noch die eine oder andere Gerätschaft erproben. Neben unserem TLF 24/50 und Wechsellader stand vor allem auch der Teleskopmast mit seinem Rettungsschlauch im Fokus.

Für alle Beteiligten stand nun am Montag der Abschied an. Zu aller Leidwesen, denn schon am Morgen traten unsere Gäste nach einem gemeinsamen Frühstück und der anschließenden Verabschiedung die Heimreise an. Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns alle einig, dass sich zukünftig ein reger Austausch entwickeln sollte.

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