Zugverbände

Der klassische Löschzug

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man den Begriff "Löschzug" häufig falsch und assoziiert ein einzelnes Fahrzeug. Dem ist aber gar nicht so. Ein klassischer Löschzug besteht aus einem Führungsfahrzeug, 2 Löschfahrzeugen und einem Hubrettungsfahrzeug. Entsprechend der Dienstvorschrift ist ein Löschzug mit einer Mannschaftsstärke von 21 Feuerwehrangehörigen besetzt. In Neu-Isenburg stehen zwei Löschzüge zur Verfügung.

Kommt zu einem Löschzug noch ein weiteres Fahrzeug hinzu, so spricht man von einem "erweiterten" Löschzug. Hier kommen z.B. ergänzend Rüst- und Gerätewagen oder Wechselladerfahrzeuge in Betracht.

 

1. Löschzug

Der erste Löschzug besteht aus den Fahrzeugen ELW 1, City-LF, DLK 23-12 und HLF 20-1. Sie fahren in dieser Reihenfolge beispielsweise zu Bränden in Wohnungen oder Bürogebäuden, zu Industriebetrieben und bei Meldungen über Brandmeldeanlagen aus.  

 

2. Löschzug

Reichen bei größeren Einsätzen die Kräfte des ersten Löschzuges nicht aus, können sie durch den zweitschen Löschzug ergänzt werden. Alternativ kann er auch an weiteren Einsatzstellen parallel zum Einsatz kommen. Die Fahrzeugkombination dieses Zuges besteht aus dem KdoW, dem TLF 16/25, dem TM 32 und dem HLF 20-2.

 

Der Hilfeleistungszug

Der Hilfeleistungszug besteht aus den Fahrzeugen ELW 1, HLF 20-1 RW-G 2, HLF 20-2 und GW. Diese Fahrzeuge sind mit speziellem Gerät für Einsätze bei Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Kraftfahrzeugen ausgestattet.

 

Der Waldbrandzug

Bei Waldbränden kommt es in erster Linie darauf an, genügend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bringen, da im Wald in der Regel keine Wasserversorgungsmöglichkeiten vorhanden sind. Daher sind im Waldbrandzug die Fahrzeuge ELW 1, TLF 16/25, TLF 24/50 und HLF 20-2 zusammengestellt. Sie haben einen in Fahrzeugtanks mitgeführten Wasservorrat von insgesamt 9.300 Litern Wasser. Unterstützt wird der Zug durch die Kräfte aus Zeppelinheim mit einem TLF 20/30 und einem SW 2000.

Reichen diese Kräfte auch nicht mehr aus, werden weitere Feuerwehren des Kreises Offenbach (Dreieich, Langen und Heusenstamm) hinzugerufen. 

Eine gemeinsame Übung mit dem Thema "Wasserversorgung durch das Technische Hilfswerk" wurde 2008 durchgeführt. Unter folgendem Link findet man einen ausführlichen Bericht.

 

Der Gefahrgutzug

Einsätze, bei dem gefährliche Stoffe und Güter auslaufen oder beteiligt sind, erfordern sehr spezielle Gerätschaften. Diese sind überwiegend auf dem Rüstwagen Gefahrgut 2 verladen. Aber auch jedes andere Fahrzeuge hat in dieser Komination seine spezielle Aufgabe. So sind hier die Fahrzeuge ELW 1, TLF 16/25, RW-G 2, TLF 24/50, HLF 20-2, WLF mit AB-A/S sowie GW-Mess zusammengestellt.