Hydraulisches Rettungsgerät

Das hydraulische Rettungsgerät kommt vorrangig dann zum Einsatz, wenn Personen in ihren verunfallten PKW eingeklemmt sind. Das mit Öl angetriebene Aggregat arbeitet bei modernen Geräten mit Drücken um 700 bar. Damit lassen sich Autotüren oder ganze Fahrzeugdächer abschneiden (Rettungsschere) oder stark deformierte Teile auseinanderdrücken (Spreizgerät).

Je nach Gerät können Schere und Spreizer parallel oder bauartbedingt auch nur einzeln betrieben werden.

Die 30 Meter langen Hydraulikschläuche ermöglichen den Einsatz des Gerätes ohne es vom Fahrzeug entnehmen zu müssen, was die Einleitung der Rettungsmaßnahmen beschleunigt.

Der Spreizer lässt sich nach dem Austausch der Spreizbacken an der Spitze auch so umrüsten, dass eine Kette eingehängt werden kann. Mit dieser sind dann auch ziehende Tätigkeiten möglich.

Auf dem Bild oben ist das Öldruckaggregat, die Rettungsschere sowie das Spreizgerät zu erkennen. Seit mehreren Jahren kommen auch sogenannte Rettungszylinder zum Einsatz. Diese dienen ausschließlich dem Auseinanderdrücken von Bauteilen. Im Vergleich zum eigentlichen Spreizer können mit den Zylindern größere Spreizwege überwunden werden (Bild links).