Großer Einsatz für Allgemeinheit und Gemeinschaft - langjährige Feuerwehrleute in Neu-Isenburg geehrt

23.05.2018
Neun Feuerwehleute – zusammen genommen 315 Jahre Feuerwehrgeschichte – da gibt es Einiges zu erzählen. Alexander Angermeyer, Nikolaos Michos und Rocco Lechens sind jeweils seit 25 Jahren dabei – Rolf Naundorf, Stephan Anthes, Carsten de Jager, Rainer Knöpfel, Carsten Petz und Ralph Schrod wurden sogar für ihre jeweils bereits 40 Jahre dauernde Mitgliedschaft bei der freiwilligen Feuerwehr geehrt. In einem waren sich alle Redner bei der Festveranstaltung im Feuerwehrhaus in der Sankt-Florian-Straße einig: Der Dank für das uneigennützige Engagement kann nicht genug betont werden.

„Als die Herrschaften bei der Feuerwehr angefangen haben, war ich gerade vier Jahre alt“, richtete der Wehrführer seinen Blick in Richtung der Jubilare für 40 Jahre ehrenamtlichen Feuerwehrdienst und unterstrich damit gleichzeitig, wie bedeutungsvoll ein derart nachhaltiges Engagement heutzutage ist. Zu allen Geehrten wusste Müller eine Anekdote zu berichten.

Sei es über Stephan Anthes, der damals wie heute einer der schnellsten in der Umkleidekabine sei, wenn es alarmiert und die Hilfe der Feuerwehr gebraucht wird. Der 53-jährige, der genau wie Müller im Feuerwehrhaus in der Sankt-Florian-Straße wohnt, sei immer noch „wieslflink“ und Müller hoffe, dass er noch sehr lange Anthes‘ „Kondensstreifen“ im Treppenhaus sehe, wenn es alarmiert.

„Kein Job war dir zu mühselig und deine gute Laune hast du dabei auch nie verloren“, richtete Müller seine Worte in Richtung von Rolf Naundorf, der ebenfalls für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde. „Sei es bei der Bewachung von zahlreichen Tragkraftspritzen am Mainufer beim Hochwasser 1995, dem Transport von Hilfsgütern nach Rumänien oder dem länderübergreifenden Einsatz in Dessau beim Hochwasser 2002. Immer wieder werden Geschichten davon erzählt und immer wieder gibt es dabei etwas zu schmunzeln.“

Auch Carsten Petz ist bereits seit 40 Jahren fester Bestandteil der Neu-Isenburger Feuerwehrtruppe. Vor allem seine Rolle als „Hüter der Traditionen“ hob Müller hervor. Außerdem, sei der 53-jährige immer der erste Ansprechpartner, wenn es darum ginge, für eine Feier passende Requisiten zu organisieren. Wehrführer Jochen Müller: „Sein Fundus ist nahezu unerschöpflich – wie sein Engagement für unsere Feuerwehr.“ Ganz ähnlich wie bei Ralph Schrod - keine Veranstaltung in der Feuerwehr findet ohne sein technisches Know-How statt – sei es die Organisation einer großen Einsatzübung oder die, einer großen Geburtstagsfeier im Feuerwehrhaus.

Rocco Lechens begann seine ehrenamtliche Feuerwehr-Karriere 1991 in Groß-Umstadt, bevor er im Jahr 2000 nach Neu-Isenburg wechselte. Müller freute sich vor allem darüber, dass Lechens durch seine berufliche Tätigkeit bei der Stadt Neu-Isenburg insbesondere auch tagsüber regelmäßig für Einsätze zur Verfügung steht – da hier viele Ehrenamtliche außerhalb auf der Arbeit sind und nicht zum Einsatz kommen können.

Nach Alexander Angermeyers Eintritt in die Feuerwehr 1991 gab es über Jahre keine Feuerwehrveranstaltung, bei der der 40-jährige nicht dabei war, lobte Müller. „Natürlich standen die Einsätze und die Teilnahme an den Ausbildungen im Vordergrund, aber auch andere Feuerwehraktivitäten standen dem nicht nach.“ Außerdem engagierte sich der Neu-Isenburger über Jahre als Schriftführer im Feuerwehrverein.

Der Einsatz im Dienst am Nächsten prägte einen Teil der Geehrten so nachhaltig, dass sie Ihr Hobby teilweise zum Beruf machten: So war Nikolaos Michos für die Werksfeuerwehr der Firma Du Pont in Neu-Isenburg tätig, Rainer Knöpfel direkt bei der Stadt im Dienste der Feuerwehr und Carsten de Jager bei der Werksfeuerwehr der Firma Merck in Darmstadt. „Durch dein Fachwissen im Bereich der Chemie bist du zusätzlich zu deiner Tätigkeit bei der Feuerwehr Neu-Isenburg auch noch als Fachberater für den Kreis Offenbach zuständig“, ergänzte Müller bei der Vorstellung der Jubilare.

Dank, Anerkennung und Glückwünsche für Motivation und Engagement der Geehrten gab es an diesem Abend reichlich. Von Neu-Isenburgs Stadtbrandinspektor Stefan Werner, vom Neu-Isenburger Wehrführer Jochen Müller, von Bürgermeister Herbert Hunkel, vom stellvertretenden Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden Thomas Bernhard und nicht zuletzt vom stellvertretenden Kreisbrandinspektor Thomas Peters, der im Auftrag des hessischen Innenministers unter anderem die Brandschutzehrenzeichen in Silber und Gold für 25-jährige bzw. 40-jährige aktive Mitgliedschaft überreichte.

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