Feuer auf Balkon von Seniorenpflegeheim - vier Verletzte

14.04.2017
In einem Seniorenpflegeheim in der Carl-Ulrich-Straße in Neu-Isenburg ist heute Nachmittag um kurz vor 16 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Was genau den Brand auf einem Balkon im dritten Obergeschoss ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Eine 89 Jahre alte Bewohnerin und drei Pflegerinnen im Alter zwischen 22 und 53 Jahren wurden verletzt.

Zunächst hatte die automatische Brandmeldeanlage des Gebäudes Alarm geschlagen. Zahlreiche Anwohner aus der Luisenstraße meldeten über den Feuerwehrnotruf 112 außerdem fast zeitgleich eine starke Rauchentwicklung aus dem Dachbereich des Seniorenzentrums. Die ersten Helfer waren nach wenigen Minuten vor Ort. Wie sich schnell herausstellte, war auf dem betroffenen Balkon die Holzverkleidung in Flammen aufgegangen. Warum ist noch unklar.

Über eine Drehleiter wurde von außen mit der Brandbekämpfung begonnen. Gleichzeitig gingen mehrere Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz in das Gebäude. Zunächst war noch unklar, ob sich die 89jährige Bewohnerin des betroffenen Zimmers hinter dem Balkon noch in Gefahr befindet. Sie konnte später in einem Aufenthaltsraum angetroffen werden. Sie und drei Pflegerinnen, die vor Eintreffen der Feuerwehr selbst Löschversuche unternommen hatten, mussten behandelt werden, weil sie zuviel giftigen Brandrauch eingeatmet hatten. Zwei der Pflegerinnen kamen ins Krankenhaus. Der Brand war nach rund 20 Minuten gelöscht. Die Nachlösch-, Belüftungs- und Aufräumarbeiten dauerten noch bis ca. 17.30 Uhr.

Aufgrund der Meldungen zu Beginn und der Tatsache, dass es sich bei dem betroffenen Objekt um ein Altenwohnheim und damit ein so genanntes "Sondergebäude" handelt, waren zahlreiche Helfer, auch aus den Nachbarkommunen alarmiert worden. Insgesamt waren elf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr aus Neu-Isenburg und dem Stadtteil Zeppelinheim ausgerückt. Auch die Kollegen aus Dreieich-Sprendlingen waren gerufen worden. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Auch die Kollegen des Rettungsdienstes waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Spezialisten der Kriminalpolizei versuchen jetzt herauszufinden, was genau den Brand ausgelöst hat. Die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit noch unklar.

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