„Absturzretter“ der FFNI üben an Baukran auf der Birkengewann-Baustelle

29.08.2017
Ein Baggerführer, dem am Führerstand schlecht geworden ist, ein Fenster-Reiniger, der in einer Gondel an der Außenfassade eines Hochhauses festsitzt oder ein Gleitschirmflieger, der nach einer Bruchlandung in einer Baumkrone festhängt: Aus verschiedensten Gründen können Menschen in großer Höhe in Not geraten und ohne fremde Hilfe nicht mehr den sicheren Boden erreichen.

Bei den Feuerwehren gibt es für die Rettung aus solchen Notsituationen so genannte „Höhenrettungsgruppen“. Während einer speziellen Ausbildung lernen die Feuerwehrleute hier taktische Fähigkeiten rund ums Abseilen und Aufsteigen, aber beispielsweise auch, wie man eine Seilbahn aufbaut oder Menschen aus einem Schacht rettet.

Nicht an jedem Standort einer Feuerwehr gibt es so eine „Höhenrettungsgruppe“. Deshalb vergeht im Notfall etwas Zeit, bis die Kollegen (in unserer Nähe beispielsweise aus Frankfurt am Main) einsatzbereit vor Ort ankommen.

In Neu-Isenburg gibt es deshalb eine „Absturzsicherungsgruppe“. 17 Feuerwehleute aus der Kernstadt und von der Stadtteilfeuerwehr Zeppelinheim bilden sich über die normale Feuerwehrausbildung hinaus fort, um bei einem der oben genannten Einsätze bis zum Eintreffen der Höhenrettungsgruppe erste Schritte einleiten zu können. Sie wissen, wie Menschen in Absturzgefahr gesichert und betreut werden müssen und vor allem: Wie man sicher zu ihnen kommt oder auch Kollegen vom Rettungsdienst für eine schnelle Erstversorgung hinbringen kann.

Gerade in diesem Bereich ist es wichtig, regelmäßig zu üben. Auf einer Baustelle am Birkengewann bestand jetzt die Gelegenheit dazu. Zunächst wurden sich mit den Geräten in Erinnerung gerufen, die bei der Feuerwehr Neu-Isenburg zur Höhenrettung bereitgehalten werden: Seile, Helme, Sitzgurte, Bandschlingen, Karabiner. An einem 22 Meter hohen Baukran konnte dann anschließend auch das gesicherte Aufsteigen geübt werden.

Eine Belohnung für die Mühen gab es am Ende schließlich auch: Ein traumhafter Weitblick bis auf die entfernten Taunus-Berge. Die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich bei der Firma CAYANBAU und der „City 1 Group“ für die realitätsnahe Übungsmöglichkeit.

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