550 Einsätze im Jahr 2017 - vier Einsätze in der Neujahrsnacht

01.01.2018
Im Jahr 2017 musste die Feuerwehr Neu-Isenburg zu insgesamt 550 Einsätzen ausrücken. Auch in der Nacht von Silvester zu Neujahr mussten die ehrenamtlichen Helfer ran: Vier Einsätze für die FFNI. Das Jahr 2017 brachte eine ähnlich hohe Zahl an Einsätzen wie das Vorjahr (2016: 574). Die Abstand zwischen den Einsatzarten „Feuermeldung“ vs. „technische Hilfeleistung“ fiel im abgelaufenen Jahr etwas weniger deutlich aus, als in den Vorjahren. 2017 standen insgesamt 313 Hilfeleistungseinsätze 237 Feuermeldungen gegenüber.

Einige Einsatzkräfte hatten sich Silvester im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ab 18 Uhr zu einer Bereitschaft im Feuerwehrhaus eingefunden. Zum letzten Einsatz im Jahr 2017 mussten sie und weitere alarmierte Helfer (insgesamt 21) um 18.15 Uhr ausrücken. In der Erich-Ollenhauer-Straße war auf einem Balkon ein dort abgestellter Müllsack in Flammen aufgegangen. Von einer Leiter aus konnte der Brand schnell gelöscht werden. Der Einsatz war um 19.15 Uhr beendet.

Der erste Einsatz im Jahr 2018 führte die Feuerwehr um 00.22 Uhr in die Hugenottenallee. „Brennt Baumaterial auf der Straße“, lautete die Meldung. Der Kunststoffbehälter war nach wenigen Minuten gelöscht – zehn Einsatzkräfte waren in die Hugenottenallee ausgerückt. Etwa eine Stunde später mussten Reste einer Feuerwerksbatterie in der Friedhofstraße gelöscht werden, gegen halb drei dann noch ein brennender Altpapiercontainer am Andreas-Loeber-Platz. Um 04.06 Uhr konnten dann noch die Kollegen des Rettungsdienstes in der Gartenstraße beim Transport eines Patienten unterstützt werden. Dieser vorerst letzte Einsatz zu Neujahr war um 04.40 Uhr beendet.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung besonderer Ereignisse bei der FFNI im Jahr 2017. Einen ausführlichen Rückblick gibt es wie gewohnt während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der FFNI mit den Kollegen der Stadtteilfeuerwehr Zeppelinheim Anfang März 2018. Hinter den Links unter den unterstrichenen Sätzen finden sich jeweils weiterführende Informationen.

Zu einem recht zeitaufwändigen und gleichzeitig ungewöhnlichen Einsatz wurden Feuerwehrleute aus Neu-Isenburg und Frankfurt am 14. März gerufen. Passanten hatten in einem Bachlauf nördlich der Bansastraße eine weiße, milchige Verunreinigung bemerkt. Wie sich im Verlauf herausstellte, handelte es sich glücklicherweise nicht um Gefahrgut oder Ähnliches. Allerdings gilt die so genannte „Anmachflüssigkeit“ als schwach wassergefährdend, weshalb eine weitere Ausbreitung der Substanz verhindert werden musste. Das gelang auch, allerdings dauerte der Einsatz bis tief in die Nacht.

Am 14. April war auf einem Balkon in einem Seniorenpflegeheim in der Carl-Ulrich-Straße ein Feuer ausgebrochen. Eine 89 Jahre alte Bewohnerin und drei Pflegerinnen im Alter zwischen 22 und 53 Jahren wurden verletzt. Der Brand war nach rund 20 Minuten gelöscht. Aufgrund der Meldungen zu Beginn und der Tatsache, dass es sich bei dem betroffenen Objekt um ein Altenwohnheim und damit ein so genanntes "Sondergebäude" handelt, waren zahlreiche Helfer, auch aus den Nachbarkommunen alarmiert worden. Insgesamt waren elf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr aus Neu-Isenburg und dem Stadtteil Zeppelinheim ausgerückt. Auch die Kollegen aus Dreieich-Sprendlingen waren gerufen worden. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Auch die Kollegen des Rettungsdienstes waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Dass die Feuerwehr in brenzligen Situationen nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere da ist, haben die Helfer am 20. April unter Beweis stellen können. Die Polizei meldete damals eine verirrte Entenfamilie auf dem Gelände der Brüder-Grimm-Schule. Als die ersten Helfer vor Ort angekommen waren, flüchteten die zehn Entenküken und die Mutter zunächst. Zwei Helfer konnten sie jedoch im Bereich Bahnhofstraße/Taunusstraße mit einem Netz einfangen. In einer Transportbox wurden die elf Enten an den „Jacobiweiher“ gebracht und dort wieder ausgesetzt.

Bleibenden Eindruck hinterließ bei vielen Isenburgern die diesjährige Feuerwehr-Abschlussübung vor der Sommerpause. Sie fand am 27. Juni statt. Dabei war das Szenario offenbar so realistisch, dass sich einige Menschen aus der Umgebung des Übungsobjekts auf dem Gelände der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Branntwein, alarmiert von einigen pyrotechnischen Effekten, besorgt in den sozialen Netzwerken meldeten. „Es war mit Sicherheit nicht unsere Absicht, sie so aufzuschrecken“, musste Wehrführer Jochen Müller, der die Geschehnisse auf Facebook & Co. begleitete, beruhigen. „Es handelt sich um eine Übung, es besteht kein Grund zur Sorge.“

Am 2. August gingen in Neu-Isenburg ab 22.30 Uhr teilweise für mehrere Stunden die Lichter aus – Stromausfall. Der Grund allen Übels lag in einem Trafohäuschen in der Frankfurter Straße. Dort war alles verraucht, herbeigeeilte Einsatzkräfte sorgten für eine schnelle Belüftung. Anschließend machten sich die Kollegen der Stadtwerke an die Fehlerbehebung. Gegen 01.00 Uhr war das Problem weitgehend behoben.

Einen nicht alltäglichen Hilfeleistungseinsatz gab es am 4. Oktober im Alten Ort. Dort musste ein Bauarbeiter mit Hilfe eines Krans aus einer Baugrube gerettet werden. Mehrere Bauarbeiter waren offenbar damit beschäftigt, in einem Schacht in der Grube ein Fundament zu gießen. Einer der Männer stürzte dabei etwa drei Meter tief. Er verletzte sich dabei im Beckenbereich und konnte den Schacht aus eigener Kraft nicht mehr verlassen. Helfer des Rettungsdienstes und eine Notärztin stabilisierten vor Ort zunächst den Gesundheitszustand des Mannes. Anschließend wurde er mithilfe eines Krans von der Baustelle in einer so genannten „Schleifkorbtrage“ aus der insgesamt etwa sieben Meter tiefen Grube nach oben gebracht. Anschließend kam er in ein Krankenhaus.

Am 3. Dezember kam es in einem Einfamilienhaus in der Hermannstraße zu einem verhängnisvollen Zwischenfall: Bewohner hatten nach einem Grillabend einen Holzkohlegrill ins Innere des Hauses gebracht, obwohl die Kohle noch nicht erloschen war. Daraufhin bildete sich giftiges Kohlenmonoxid, das schon bald zu gesundheitlichen Problemen bei den Anwesenden sorgte. Glücklicherweise gelang es einer Bewohnerin noch Hilfe zu rufen. Als die Feuerwehr nach sieben Minuten vor Ort ankam, waren noch zwölf Leute im Gebäude, die allesamt über Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen klagten. Zwei von ihnen ging es so schlecht, dass sie nicht mehr in der Lage waren, das Haus alleine zu verlassen – sie wurden von Feuerwehrleuten ins Freie gebracht und dort medizinisch erstversorgt. Nachdem das Haus geräumt war, wurden die betroffenen Räume mit einem Drucklüfter belüftet, während gleichzeitig durch Schadstoffmessungen sichergestellt wurde, dass die Einsatzkräfte nicht gefährdet werden. Die Arbeiten vor Ort waren nach etwa zweieinhalb Stunden beendet.

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